Die Messerherstellung

Früher wurden Messer aus einem Stück gefertigt. Das Spaltstück wurde lediglich angewärmt und anschließend im Gesenk unter dem Schmiedehammer geschmiedet.  Diese Technik genügt allerdings gemäß ihrer Präzision nicht mehr den heutigen Anforderungen. Moderne Verfahren haben deshalb das traditionelle Verfahren abgelöst. In der modernen Messerherstellung, für an heutige Küchen angepasste Standards, sind um die 40 Arbeitsschritte notwendig.

Messerherstellung OfenfeuerAm Anfang steht noch das Rohmaterial – ein Stahl nach speziellen Anforderungen der Messerherstellung. Sie wird Sonderschmelze genannt. Aus diesem wird ein Stahlstreifen ausgestanzt und anschließend nur dasjenige Teil erhitzt, welches später zum Kopf des Messers werden soll. Der Rest des Messers bleibt, um die hohen Qualitätsstandarts des Stahls beizubehalten, unberührt. Hierdurch werden höchste Präzission und Reproduzierbarkeit in der Herstellung gewährleistet.

Noch ist der Stahl jedoch weich und verformbar. Erst durch eine optimale Wärmebehandlung bekommt er seine späteren endgültigen Gebrauchseigenschaften. Dazu wird er im Erhärteofen zunächst auf eine Temperatur von über 1000°C erwärmt und anschließend auf unter -70°C abgekühlt. Schlussendlich wird er im Anlassofen wieder auf 250°C erwärmt. So wird den hohen internationalen Qualitätsansprüchen Genüge getan.

Messerherstellung heißes EisenNun folgen Arbeitsschritte, die das Messer in seine entgültige Form bringen. Der Kopf wird durch eine Fertigungszelle meist vollautomatisch bearbeitet. Anschließend wird der Klingenrücken geschliffen. Durch die dann folgende Schleifung der Klingenseiten erhält das Messer seine typische Keilform. Es folgt das sogenannte „pließten“ – einer Art noch feinerem Schleifvorgang, um dem Messer eine qualitativ hochwertige Struktur zu verleihen.

Die Weiterverarbeitung

Nach all diesen Arbeitsschritten benötigt das Messer vor seiner Weiterverarbeitung zunächst eine gründliche Reinigung, um anschließend seinen dazugehörigen Griff zu erhalten. Meist vernietet eine Maschine Messer und Griffhalbschalen zu einer Einheit. Reine Ganzmetallmesser werden mit einem Spezialzement gefüllt und anschließend die Klinge eingesetzt. Reine Kunststoffgriffe werden mit Harz gefüllt und danach mit der erwärmten Klinge verklebt.

Um eine gleichmäßige Form von Klinge und Griff zu erreichen müssen die Messer beim sogenannten „Ausmachen“ förmlich angeglichen werden. In der Folge können die Messer nun mattiert und politert werden.

Messerherstellung SchärfenEine wichtige Eigenschaft fehlt dem Messer jedoch noch. Seine Schärfe erhält es zunächst beim groben Abziehen und anschließend beim feinen Abziehen. Gegenüber normalen Messern haben asiatische einen besonders spitzen Winkel der zusätzlich noch poliert wird. Nach einer finalen Reinigung und einigen qualitativen Tests ist das Messer nun bereit zum Verkauf als einzelnes Messer oder im Messerblock.

hochwertig hergestellte Klingen


Typ 6-7-teilig
Marke Fissler
Preis-Leistung noch gut
Testnote 9,1

* Preis wurde zuletzt am 17. August 2017 um 13:44 Uhr aktualisiert.


Typ 6-7-teilig
Marke Fiskars
Preis-Leistung sehr gut
Testnote 8,6

* Preis wurde zuletzt am 2. Juni 2017 um 15:12 Uhr aktualisiert.


Typ 8-9-teilig
Marke WMF
Preis-Leistung sehr gut
Testnote 9,3

* Preis wurde zuletzt am 2. Juni 2017 um 15:13 Uhr aktualisiert.


Typ 6-7-teilig
Marke Zwilling
Preis-Leistung Gut
Testnote 8,7

* Preis wurde zuletzt am 2. Juni 2017 um 15:13 Uhr aktualisiert.